Der wahre Grund, warum du deine Angststörung verschweigst.
- PIA
- 28. Feb. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Für so lange Zeit habe ich es geschafft, nicht über meine Angst zu sprechen.
Nicht über die Panikattacken, die mich aus dem Nichts überrollt haben.
Nicht über die ständige Anspannung in meinem Körper, als wäre ich in einem unsichtbaren Käfig gefangen.
Nicht über die Zwänge, die mich kontrolliert haben – das Vermeiden, das Ablenken, das ewige Versteckspiel mit mir selbst, um bloß keine Angst auszulösen.
Ich habe geschwiegen.
Warum?
Weil ich mir jeden Tag eingeredet habe:
"Das versteht sowieso keiner."
"Es ist nicht so schlimm. Ich halt es schon aus."
"Heute geht’s ja wieder besser."
"Und außerdem will ich es ja nicht einmal jemandem erzählen. Weil es wäre so komisch, es jetzt nach all der Zeit plötzlich damit rauszurücken - und dann würde jemand anders meine Schwachstelle wissen."
„Das ist viel zu komisch. Du kannst nicht darüber reden.!"
„ich will nicht, dass sich jemand wegen mir Sorgen macht! Das wäre mir so unangenehm. So wichtig, bin ich dann auch nicht."
Ich dachte, solange ich noch irgendwie funktioniere, muss ich nichts ändern.
Solange es Phasen gibt, in denen es „okay“ ist, kann ich ja weiter so machen. (Oh little, did I know).
Aber weißt du, was der Preis war, den ich dafür gezahlt habe?
Ich habe nie wirklich richtig gelebt. (Denn selbst in den „guten“ Momenten war die Angst da – im Hintergrund, wie ein Schatten.)
Die Angst wurde nicht weniger, sondern immer stärker. Sie gewann an Macht über mich und mein Leben.
Die Angst vor der Angst... Die Angst, dass es wieder passiert. - war dauernd präsent, weil ich ja wusste, ich muss es vertuschen.
Was dazu kam, die Angst, sie hat mir so viel genommen:
Meine Energie. Meine Freiheit. Meine echten Verbindungen zu anderen Menschen. Meine Ziele. Meinen inneren Frieden. Die Vorfreude, generell die Freude am Leben.
Was nimmt dir die Angst? Was verlierst du dadurch, dass du nicht darüber sprichst?
Und dann kam der Punkt. Der Punkt, an dem ich wusste, dass ich so nicht mehr weitermachen KANN. Und zwar körperlich, mental sowieso und energetisch.
Die Angst hatte Überhand über mein Leben genommen.
Ich konnte nirgends mehr hingehen oder nicht mehr nicht daran denken... Die Wahrscheinlichkeit in der Öffentlichkeit eine Panikattacke zu haben, war zuuu wahrscheinlich geworden: Ich habe Treffen abgesagt, mich zurückgezogen, bin nicht in die Uni gegangen. Aber nicht mal in meinen eigenen 4 Wänden war ich sicher, die Angst verfolgte mich auf Schritt und Tritt. Und meine Gedanken waren so furchtbar laut geworden, dass ich sie nicht mehr ignorieren konnte. On Top: Spielte mein Körper verrückt - bzw. deutete ich jedes Zeichen als mögliches Todesomen.
Die Sache ist die: dieser Punkt, wo es nicht mehr geht, wird irgendwann kommen (was nichts Schlechtes oder Schlimmes ist - ganz im Gegenteil - es ist ein Wendepunkt!)
Und vielleicht stehst du genau dort jetzt gerade. Vielleicht hast du das Gefühl, der Punkt kommt bald, wenn du so weiter machst. ODER du willst gar nicht so lange warten, bis dieser Punkt da ist!!
Warum warten wir immer, bis wir am absoluten Limit sind?
Warum müssen wir erst völlig zusammenbrechen, bevor wir uns erlauben, Hilfe anzunehmen?
Bei mir hat es 9 Jahre gedauert. 9 Jahre, bis ich mir Hilfe gesucht habe. Und ich frage mich heute: Warum habe ich es so weit kommen lassen?
Ich weiß, es kann schwer sein, den ersten Schritt zu machen, und darüber zu sprechen. Aber ich weiß auch, wie viel unendlich leichter es wird, wenn du ihn endlich machst. UND: Du musst es nicht alleine schaffen. Melde dich bei mir und wir gehen den Weg aus der Angststörung gemeinsam! Ich kenne den Weg und nehm dich gerne an der Hand.
Auf meinem Insta Profil findest du Vorlagen, wie du deiner Familie/deiner*m Partner*in/deinen Freunden etc. die Angststörung erklären kannst.
Es kann weggehen, du kannst wieder ein normales Leben führen. Es gibt einen Weg raus - auch für dich!

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